Fake Medis im Internet

Deutsche Verbraucherschützer sind alarmiert und warnen die Verbraucher vor gefälschten Medikamenten, die meist im Internet verkauft werden. Nur selten gelangen sie in deutsche Apotheken. Oft genug werden die Präparate im Urlaub gekauft, da sie so unglaublich billig sind. Das sollte einen nicht wundern, da einem oft Fakes angedreht werden, deren Inhaltsstoffe meist keine Wirkung oder sogar eine schädliche Nebenwirkung haben. Es kann dem Patienten erheblicher Schaden zugefügt werden, der mitunter tödlich enden kann.

Ärztevertreter befürchten, dass jedes zweite im Internet gekaufte Medikament gefälscht ist. Es handelt sich dabei nicht allein um Diät- oder Potenzmittel, es kann sich auch um Antibiotikum, Malariamedizin, Krebs- und HIV- Therapien handeln. Die Kunden sollten Präparate nicht mehr verwenden, wenn in der Packung kein Beipackzettel enthalten ist. Zudem sollten sie an sich selber prüfen, ob die gewohnte Wirkung mitsamt Nebenwirkungen eintritt. Wenn nicht, dann ist es ein Fake.

Onlinekauf zu riskant?

Es kann natürlich im Internet gekauft werden, wenn eine Onlineapotheke genutzt wird, die sich ähnlichen Richtlinien wie richtige Apotheken unterziehen muss. Diese Apotheken können auf rezeptfreie Präparate bis zu 60% Rabatt ausstellen, da sie geringere Kosten haben und mit mehr Bestellvolumen die besseren Konditionen aushandeln können. Diese Apotheken sind jedoch an die Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente gebunden und können hier keine Sonderkonditionen einräumen. Sollte das dennoch geschehen, dann handelt es sich nicht um einen seriösen Anbieter, es sei denn, dass dieser aus dem Ausland stammt und deswegen anderen Bestimmungen unterliegt. Gerade bei Anbietern aus dem Ausland sollte man besonders vorsichtig sein. Hier tummeln sich die Betrüger in Massen.

Schutzmaßnahmen

Es wird derzeit das „securPharm-System“ getestet. Jede Medikamentenpackung erhält ihre eigene Seriennummer und bleibt demnach zurück verfolgbar. Des Weiteren wird durch die EU in Erwägung gezogen, bis 2017 weitere Sicherheitsmaßnahmen anzustrengen.

Gewinnmaximierung

Viele Medikamente sind unerschwinglich teuer. Wenn man andere Wirkstoffe verwendet und die Produktionskosten auf unter 10% minimiert, dann macht man als Unternehmer immer noch ein sehr gutes Geschäft, wenn das Produkt zu 50% des eigentlichen Preises verkauft wird. Medikamentenfälschungen sind deswegen ein sehr gutes Geschäft, bei dem bis zu 200 fach besserer Gewinnspannen als mit den richtigen Medikamenten verdient werden können. Es sollte einen nicht wundern, wenn skrupellosen Geschäftsmännern die Leben anderer Menschen egal werden. Für viele Personen mit schweren Krankheiten besteht ein enormes Risiko, wenn sie gefälschte Medikamente erhalten. Oft genug entstehen schwere Schäden für die Volkswirtschaft, wenn leistungsstarke Bürger schneller zum Invaliden werden oder gar sterben.

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